Nagelplattenbauweise
Vorgefertigte Tragwerke aus Holz – präzise geplant, wirtschaftlich gebaut
Nagelplattenbinder verbinden den natürlichen Baustoff Holz mit industrieller Präzision. Aus sortiertem, technisch getrocknetem Holz - bei Mitgliedern des GIN in der Regel KVH (Konstruktionsvollholz) mit einer Restfeuchte von max. 20 % - und metallischen Nagelplatten entstehen Tragwerkskonstruktionen, die exakt für das jeweilige Bauvorhaben geplant, berechnet und industriell vorgefertigt werden.
Die Nagelplattenbauweise kommt vor allem bei Dachtragwerken zum Einsatz. Sie eignet sich aber ebenso für Decken, Wände, Aufstockungen und besondere Betonschalungskonstruktionen. Ob Wohnhaus, Gewerbebau, landwirtschaftliches Gebäude, öffentliche Einrichtung oder Sonderbau: Nagelplattenbinder ermöglichen robuste, wirtschaftliche und maßgenaue Tragwerke – auch bei großen Spannweiten und anspruchsvollen Formen.
Nagelplattenbinder werden witterungsunabhängig in geschlossenen Werkshallen hergestellt und montagebereit auf die Baustelle geliefert. Das macht Abläufe planbarer, reduziert Aufwand vor Ort und unterstützt eine hohe Ausführungsqualität.
Die Mitglieder des GIN als Hersteller von Nagelplattenbindern stehen für das Einhalten höchster Anforderungen an Qualität und Gütesicherung. Erfahren Sie, wie Nagelplatten funktionieren, welche Binderformen und Anwendungen möglich sind, wie Nagelplattenbinder hergestellt werden und worauf es bei Planung, Güte und Montage ankommt.
Erklärfilm: Gut bedacht – Nagelplattenbinder im Wohnungsbau
Philipp plant sein Haus und setzt beim Dach auf Nagelplattenbinder. Die industriell vorgefertigten Dachtragwerke ermöglichen flexible Grundrisse, große Spannweiten und eine energieeffiziente Dämmung. Mit Unterstützung eines regionalen GIN-Fachbetriebs entsteht eine termingerecht geplante Lösung mit RAL-zertifizierten Nagelplattenbindern, die Kosten, Zeit und Ressourcen spart.
Erklärfilm: Nagelplattenbinder im Hallen und Gewerbebau
Bodo plant eine Halle – und entdeckt dabei, wie vielseitig, effizient und sicher die Nagelplattenbauweise gerade beim Hallenbau ist. Mit Unterstützung eines regionalen GIN-Fachbetriebs entsteht aus einer ersten Idee ein durchdachtes Projekt: statisch präzise geplant, ressourcenschonend umgesetzt und bis zur Montage optimal vorbereitet.
Nagelplatten sind metallische Holzverbindungsmittel. Sie werden an den Knotenpunkten beidseitig maschinell ins Holz eingepresst und verbinden die einzelnen Hölzer dauerhaft zu einem tragfähigen Bauteil.
Nagelplattenbinder sind vielseitig einsetzbar: als Dachbinder, für Decken- und Wandsysteme, für Flachdächer, Aufstockungen oder Betonschalungen. Je nach Aufgabe kommen unterschiedliche Binderformen zum Einsatz.
Jeder Binder wird objektspezifisch geplant, statisch berechnet und in der Werkhalle maßgenau produziert. Die Vorfertigung sorgt für kontrollierte Bedingungen und planbare Abläufe bis zur Lieferung auf die Baustelle.
Für eine sichere Planung braucht der Hersteller klare Angaben zum Gebäude, zur Nutzung, zu Lasten, Spannweiten, Dachform, Ausbauwünschen und Montagebedingungen. Der GIN-Leitfaden unterstützt bei Anfrage und Bestellung.
Die Montage erfolgt nach Verlegeplan und mit den vorgesehenen Anschluss- und Aussteifungsmitteln. Hersteller und spezialisierte Montagebetriebe, z.B. Zimmereien, sorgen dafür, dass aus den vorgefertigten Bindern ein standsicheres Tragwerk entsteht.
Nagelplattenbinder unterliegen europäischen und nationalen Regelwerken. Das RAL-Gütezeichen 601 ergänzt diese Anforderungen durch besondere Güte- und Prüfbestimmungen, Eigen- und Fremdüberwachung.